Dawn of War 4: Die Entwickler treten gegen die KI an – und werden von den Orks zerlegt

King Art Games hat neues Gameplay zu Warhammer 40.000: Dawn of War IV gezeigt und dabei ausgerechnet demonstriert, dass die eigene KI offenbar kein leichter Gegner wird. Creative Director Jan Theisen und Senior Designer Elliot Verbiest traten gemeinsam mit Space Marines gegen computergesteuerte Orks an. Das Ergebnis fiel überraschend deutlich aus: Am Ende lag die KI beim Punktestand beinahe drei zu eins vor den beiden Entwicklern.

Nach der Vorstellung des Team-Domination-Modus rückt diesmal Team Deathmatch in den Mittelpunkt.

Gespielt wird erneut im Zwei-gegen-Zwei-Format, allerdings mit einer anderen Siegbedingung und stärkerem Fokus auf ständig wechselnde Ziele auf der Karte.

Zwei Entwickler gegen eine Horde Orks

Für die Gameplay-Demonstration schlossen sich zwei der wichtigsten Köpfe hinter dem Strategiespiel zusammen.

Creative Director Jan Theisen und Senior Designer Elliot Verbiest übernahmen die Kontrolle über die Space Marines.

Auf der Gegenseite warteten Orks, die vollständig von der KI gesteuert wurden.

Eigentlich könnte man erwarten, dass ausgerechnet die Entwickler selbst relativ genau wissen, wie man die Systeme ihres eigenen Spiels ausnutzt.

Die Partie entwickelte sich allerdings anders.

Die Orks hielten die beiden menschlichen Spieler permanent beschäftigt und sammelten während des Matches deutlich mehr Punkte.

Am Ende stand keine knappe Niederlage, sondern ein ziemlich eindeutiges Ergebnis.

Maelstrom sorgt für ständig wechselnde Ziele

Entscheidend für den Matchverlauf war die Siegbedingung Maelstrom.

Dabei kämpfen die Teams nicht lediglich darum, die gegnerische Basis zu zerstören.

Stattdessen erscheinen immer wieder Ziele an unterschiedlichen Positionen auf dem Schlachtfeld. Diese müssen erobert und anschließend zerstört werden.

Das verändert die Dynamik des Matches deutlich.

Wer ausschließlich seine Armee zusammenhält und auf einen großen Frontalangriff setzt, riskiert, dass der Gegner parallel mehrere Objectives kontrolliert.

Spieler müssen deshalb offenbar ständig entscheiden:

  • Welche Ziele sind gerade wichtig?

  • Muss die Armee aufgeteilt werden?

  • Wo greift der Gegner als Nächstes an?

  • Wann lohnt sich Verteidigung?

  • Wann muss ein Objective aufgegeben werden?

Gerade im Team kann fehlende Abstimmung schnell teuer werden.

Entwickler vermuten Probleme bei der Koordination

Genau das könnte Theisen und Verbiest passiert sein.

Der Bericht deutet darauf hin, dass fehlende Koordination zwischen den beiden Entwicklern einer der Gründe für die Niederlage gewesen sein könnte.

Die KI nutzte ihre Möglichkeiten dagegen offenbar deutlich konsequenter.

Zum Ende der Partie besaßen die Orks einen Punktevorsprung von nahezu drei zu eins.

Für eine offizielle Gameplay-Präsentation ist das durchaus ungewöhnlich.

Solche Videos werden normalerweise so inszeniert, dass die Entwickler möglichst viele Funktionen unter kontrollierten Bedingungen präsentieren können.

Hier zeigt die Demo stattdessen, wie die Entwickler selbst von ihrem System überrollt werden.

Gute KI wäre für Dawn of War 4 besonders wichtig

Gerade bei einem Echtzeitstrategiespiel ist die Qualität computergesteuerter Gegner entscheidend.

Viele Spieler verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit nicht ausschließlich im klassischen PvP, sondern in Skirmish-Partien oder gemeinsam mit Freunden gegen die KI.

Wenn computergesteuerte Gegner lediglich zusätzliche Ressourcen erhalten oder stumpf in dieselbe Verteidigung rennen, verlieren solche Matches schnell ihren Reiz.

Interessant wäre deshalb, ob die Orks im gezeigten Match tatsächlich durch bessere Entscheidungen dominierten oder ob der hohe Schwierigkeitsgrad zusätzlich mit spielerischen Vorteilen arbeitet.

Die vorliegende Demonstration verrät dazu noch keine technischen Details.

Zumindest wirkt es aber nicht so, als müsse sich eine anspruchsvoll eingestellte KI kampflos ergeben.

Nach Team Domination folgt nun Team Deathmatch

King Art Games und Deep Silver hatten erst eine Woche zuvor den Team-Domination-Modus präsentiert.

Auch dort stand das Zwei-gegen-Zwei-Spiel im Zentrum.

Mit der neuen Vorstellung zeigt das Studio nun eine weitere Variante, bei der Objectives und wechselnde Frontlinien eine größere Rolle spielen.

Damit zeichnet sich ab, dass Dawn of War IV neben den klassischen Schlachten mehrere Multiplayer-Regeln anbieten soll, die unterschiedliche taktische Prioritäten setzen.

Gerade Maelstrom könnte sich für längere Partien eignen, weil Teams nicht einfach an einem einzigen Kontrollpunkt festhängen.

Stattdessen verändern neue Ziele immer wieder die relevanten Bereiche der Karte.

Zumindest eines hat die Demo bereits bewiesen

Ob die KI im fertigen Spiel tatsächlich so stark bleibt, lässt sich aus einer einzelnen Entwicklerpartie natürlich nicht ableiten.

Für eine unterhaltsame Präsentation reicht das Ergebnis trotzdem vollkommen aus.

Die Leute, die Dawn of War IV entwickeln, kennen ihre eigenen Einheiten, Regeln und Mechaniken wahrscheinlich besser als fast jeder andere.

Und trotzdem endete ihr Versuch, gemeinsam die Orks aufzuhalten, mit einer ziemlich deutlichen Niederlage.

Sollte die finale KI ähnlich aggressiv mit wechselnden Objectives umgehen, könnten gerade Koop-Spieler gegen den Computer deutlich mehr zu tun bekommen als nur ein paar vorhersehbare Angriffswellen abzuwehren.

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